Trinken: Kühler Kopf an heißen Tagen

Trink-Tipps für den Sommer

Die Hundstage haben voll zugeschlagen! Es ist heiß, heißer, Hochsommer. Da heißt es, einen kühlen Kopf bewahren und deinem Körper viel Flüssigkeit zu gönnen. Ich gebe dir einen Einblick, wie du bei hohen Temperaturen deinen Flüssigkeitshaushalt im Blick behältst und mit der Hitze fertig wirst. Du musst auch nicht immer nur Wasser trinken. 😉

Nicht nur im Sommer ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Der Körper von Neugeborenen besteht zu 95% aus Wasser, bei Erwachsenen sind es immer noch ungefähr 70%. Das ist richtig viel! Wenn du nur 3-5% Wasser, z.B. durch Schwitzen verlierst, ist dein Körper dehydriert.
Ob du dehydriert bist, merkst du an Durst, trockener Haut und trockenen Schleimhäuten (trockener Mund, trockene Augen), konzentriertem Urin, der deutlich gefärbt ist, Kopfschmerz und einer leichten Denkschwäche.
Die Symptome einer stärkeren Dehydration gehen von Herzrasen, über sehr trockene Haut, die nicht mehr elastisch ist, Problemen mit dem Kreislauf bis hin zu Bewusstseinsstörungen, Desorientierung und im schlimmsten Fall Koma.

Wieviel du trinken solltest

Deinen täglichen Bedarf an Wasser bzw. Flüssigkeit kannst du dir ganz einfach selber ausrechnen.

0.03 bis 0,04 Liter (30ml bis 40ml) pro kg Körpergewicht

Bei einer 60kg schweren Frau macht das einen täglichen Grundbedarf von ungefähr 2 Litern aus.
Du könntest deinen Wasserbedarf zusätzlich noch mit Hilfe der aufgenommenen Kalorien berechnen. Damit hast du einen Richtwert, wieviel Flüssigkeit notwendig ist, um deine Verdauung und deinen Stoffwechsel am Laufen zu halten. (Anm.: Um deine Verdauung zusätzlich zu unterstützen, empfehle ich dir, täglich Omnibiotic 10 zu dir zu nehmen.)

0,001 Liter (1ml) pro 1 kcal pro Tag

Bei 2.000kcal macht das 2 Liter aus.

Bei heißem Wetter, körperlicher Anstrengung und Sport solltest du noch ein paar Gläser Wasser zu deinem errechneten Grundbedarf draufschlagen. Das gleiche gilt fürs Essen – je mehr du an einem Tag isst, desto höher steigt dein Wasserbedarf.
Halte dich aber nicht zu sehr an den Zahlen fest! Jede von uns ist einzigartig und hat ihren ganz individuellen Wasserbedarf. Höre immer intensiv in dich hinein und denk an die Symptome einer Dehydrierung.

Ist dein Körper optimal mit Flüssigkeit versorgt, wird er auch mit der Hitze viel besser fertig. Deine Leistungsfähigkeit steigt, deine Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt, dein Körper kann Hitze schneller ausgleichen, z.B. mit Schwitzen, deine Beine sind frischer, weil das Blut besser durch deine Blutgefäße transportiert wird und deine Verdauung funktioniert einwandfrei – du fühlst dich trotz Hitze frischer und munterer.
Warte nicht bis zum großen Durst

Am besten geht es deinem Körper, wenn er laufend mit Flüssigkeit versorgt wird. Das liegt auch daran, dass unser Darm nur ungefähr 250ml alle 15 Minuten aufnehmen kann. Das macht einen Liter pro Stunde. Es macht also viel Sinn, immer eine Wasserflasche parat zu haben und immer wieder einen Schluck zu trinken, statt die ganze Flasche in einem Zug zu leeren.
Auch wenn es nur Wasser ist, brauchen dein Magen und dein Darm auch etwas Zeit, um die Flüssigkeit durch zu den Zellen zu schleusen. Deshalb wäre es gut, wenn du vor dem Sport ein Glas Wasser trinkst.

Trink-Routinen schaffen

In der Nacht verliert dein Körper Wasser. Ein Glas frisches Wasser gleich nach dem Aufstehen füllt die Reserven auf und regt deinen Stoffwechsel an, besonders, wenn es lauwarm ist.

Für die Arbeit richte ich mir gerne einen Liter ungesüßten, kalten Kräutertee, den ich in einer Flasche mitnehme. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich?
Generell kann ich dir eine Trinkflasche nur wärmstens ans Herz legen. So hast du unterwegs immer etwas dabei, wenn der Durst kommt. Eine eigene Trinkflasche ist auch umweltfreundlich und du bist nicht darauf angewiesen, dir unterwegs etwas zu kaufen.

Wenn du die meiste Zeit an deinem Arbeitsplatz verbringst, könntest du dir auch eine Karaffe oder einen Krug mit Wasser hinstellen, oder aber natürlich auch ein Glas. Nur ein Glas zu verwenden, hat Vor- und Nachteile: Arbeitest du gerade sehr konzentriert, nervt das oftmalige Aufstehen, um das Glas aufzufüllen; im normalen Arbeitsalltag sind allerdings Bewegungspausen wichtig! Du wirst laufend daran erinnert, dass du dir zwischendurch kurz die Beine vertreten solltest.

Es muss nicht immer Wasser sein

Bei der großen Hitze im Sommer schmecken saftiges Obst und Gemüse noch besser!
Viele tun sich schwer damit, ihren täglichen Wasserbedarf nur mit Trinken abzudecken. Da kann frisches Obst und Gemüse mit hohem Wassergehalt Abhilfe schaffen. Wassermelone, Erdbeeren, Tomaten und Gurken sind sehr erfrischend. Als Bonus enthält Obst und Gemüse Antioxidantien, Mineralstoffe und Vitamine und versorgt so deine Zellen zusätzlich.
Du musst auch nicht wie ein Hase den ganzen Tag am Gemüse knabbern. Bau doch einfach etwas mehr Tomaten und Gurke in deinen Salat ein und gibt zum Joghurt ein paar frische Erdbeeren. Alternativ kannst du dir auch einen Smoothie zubereiten – der schmeckt besonders im Hochsommer noch besser, wenn dein Körper sowieso lieber mit leichten Mahlzeiten versorgt werden möchte.

Trinken unterwegs und beim Sport

Für Termine und Shopping nutze ich eine Flasche aus Edelstahl, die ich in der Nacht ohne Inhalt im Gefrierschrank aufbewahre. So bleibt mein Kräutertee länger kühl. Die Edelstahlflasche ist auch sehr leicht und schließt dicht.
Es gibt aber auch sehr stylische Glasflaschen, die nicht so viel wiegen. Schau dich mal um!

Beim Fitnesstraining kannst du deine Wasserflasche immer neben dir abstellen, beim Radfahren oder Wandern bringst du eine Flasche auch einfach unter.
Fürs Laufen gibt es spezielle Trinkrucksäcke, die gerade mal Platz für einen Liter Wasser bieten. Für deine Hausstrecke wird das wahrscheinlich nicht nötig sein. Möchtest du dennoch etwas zu trinken mitnehmen, gibt es im Fachhandel spezielle Gurte mit Flaschenhalterung oder Handschlaufen. Wenn es auf deiner Laufstrecke mehrere Trinkbrunnen gibt, brauchst du eigentlich nichts zusätzlich.
Ob du eine Mineralstoffbrause dazugeben möchtest, bleibt dir überlassen. Wenn du sehr stark schwitzt, oder zu Krämpfen neigst, macht das sicher Sinn. Wenn nach dem Sport sowieso ein Post Workout Smoothie auf dich wartet, brauchst du eigentlich nichts zusätzlich.

Rantasten ans Optimum

Der tägliche Wasserbedarf lässt sich zwar errechnen, aber er ist immer sehr individuell. Höre gut in dich hinein, probiere aus, was gut für dich funktioniert und was nicht. Ab da geht’s ans Finetuning bis du dein Optimum gefunden hast.

Anna
Anna

Anna Urbas ist Personal Trainerin und Trainerin für ganzheitliche Gesundheit. Sie verbindet in ihren Trainings Körper und Geist. Mit Meditation und Achtsamkeit, natürlicher Bewegung und intuitiver Ernährung hilft sie in ihrer Praxis Urvertrauen, Frauen dabei die beste Version ihrer selbst zu werden.

Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.