Laufen: Vermeide diese 5 Fehler nach dem Laufen im Winter

Die 5 größten Fehler nach dem Laufen im Winter

Nach dem Laufen solltest du einige Dinge unbedingt vermeiden – nicht nur jetzt im Winter, wenn es kalt ist. Was nach deinem Lauf passiert, ist nämlich fast genauso wichtig, wie der Lauf an sich.

Du kannst dir selbst schon mal ordentlich auf die Schulter klopfen, wenn du deinem inneren Schweinehund die Leine umgehängt hast und mit ihm bei dieser Kälte eine Runde laufen gegangen bist. Damit du weiterhin so motiviert bleibst und dein Körper das Maximum aus dieser Laufeinheit herausholen kann, ist es wichtig, dass du die Phase der Erholung richtig angehst.

Mit deinem Lauf hast du einen neuen Trainingsreiz gesetzt, den dein Körper nun verarbeitet, um beim nächsten Mal noch besser zu sein. Dafür braucht er aber deine Mitarbeit.

Als kleine Hilfe habe ich dir die fünf größten Fehler zusammengefasst, die du nach dem Laufen machen kannst – damit du sie vermeidest und das Optimum aus dir herausholen kannst.

Fehler #1: Kein Cool Down

Eigentlich ist dir gar nicht so heiß bei den kalten Temperaturen draußen, wozu also ein Cool Down? Deine Muskeln haben gerade gearbeitet, dein Nervensystem ist auf Zack, dein Puls geht schnell. Stoppst du jetzt abrupt ab, können sich deine Faszien und deine Muskeln übel verkrampfen – du hast ihnen schließlich nicht erklärt, dass jetzt Schluss ist mit der Anspannung.

Um verletzungsfrei und geschmeidig zu bleiben, fahre dein System langsam runter. Nimm die letzten zehn Minuten deines Laufs, um langsamer zu werden, oder gehe ein paar Schritte. Zu Hause angekommen, ist es Zeit für ein paar ganz sanfte, lockere Dehnübungen. Am besten dehnst du nach dem Sport mit leichten Wippbewegungen, um deine Muskeln sanft zu lockern.

Fehler #2: Nicht sofort umziehen

Auch wenn du dich im Winter nicht so verschwitzt fühlst, ist deine Kleidung von draußen kalt und klamm. Egal, ob du erst später duschen gehst, zieh dich in jedem Fall sofort um, wenn du heimgekommen bist. Das hält dich warm und schützt dich vor Infekten. Direkt nach dem Laufen ist dein Immunsystem nämlich nicht ganz so auf zack wie sonst. Dieser sogenannte “Open Window”-Effekt hält ungefähr eine halbe Stunde an.

Also raus aus der Laufkleidung, rein in frische, warme Sachen!

Fehler #3: Nichts trinken

Im Winter ist die Luft viel trockener. Du benötigst viel Flüssigkeit, auch wenn du nicht so stark schwitzt wie sonst beim Laufen. Dein Körper kann nur effektiv arbeiten und das gerade gebildete Laktat abtransportieren, wenn du ausreichend Flüssigkeit nachtankst.

Am besten trinkst du ein elektrolythaltiges Getränk, um den Verlust an Mineralstoffen auszugleichen. Mir tut Kokoswasser oder Kirschsaft besonders gut. Dazu noch ein Omnibiotic Power und ich bin optimal versorgt.

Übrigens: Dein Körper benötigt 0,03 Liter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Für Sport, insbesondere Laufen, musst du noch etwas draufschlagen.

Fehler #4: Nichts essen

Deine Muskulatur hat gerade richtig Kalorien verbrannt und nun braucht dein Körper Nachschub, um reibungslos zu funktionieren und den Trainingseffekt zu nutzen. Auch, wenn du abnehmen möchtest! Nur, wenn du etwas isst, kannst du deinen Stoffwechsel auf Trab halten, damit dein Körper langsam aber sicher deine überschüssigen Fettreserven schmelzen lässt.

Spätestens eine Stunde nach dem Lauf solltest du zumindest einen Snack zu dir nehmen.

Fehler #5: Keine Ruhe

In der Pause passiert die Magie!

Wenn du immer Vollstoff gibst, von Trainingseinheit zu Trainingseinheit und von Termin zu Termin hetzst, kann dein Körper sich nie erholen. Er hat so schlichtweg keine Zeit, sich um die wichtigen Reparatur- und Verbesserungsmaßnahmen zu kümmern. Im besten Fall wirst du beim Laufen einfach nie besser, wahrscheinlicher ist es allerdings, dass du dich verletzst und noch dazu mehr Körperfett ansetzst. Für letzteres ist das Stresshormon Cortisol verantwortlich.

Also gönn dir die wohlverdiente Ruhe und schlaf dich auch Nachts richtig aus!

Anna
Anna

Anna Urbas ist Personal Trainerin und Trainerin für ganzheitliche Gesundheit. Sie verbindet in ihren Trainings Körper und Geist. Mit Meditation und Achtsamkeit, natürlicher Bewegung und intuitiver Ernährung hilft sie in ihrer Praxis Urvertrauen, Frauen dabei die beste Version ihrer selbst zu werden.

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