Die Wahrheit über „Fat Loss“ Workouts

Training mit Fettverbrennungspuls

Gerade zu Beginn des neuen Jahrs bist du sicher auch besonders motiviert, etwas für deine Figur zu tun. Die sozialen Medien sind voll von „Fat Loss“ Workouts und Programmen, die du dir für Geld kaufen kannst. Aber was macht so ein Training gegen den Winterspeck denn eigentlich aus?

Grundsätzlich kann fast jedes Training so gestaltet werden, dass es ein „Fat Loss“ Workout wird. Wichtig ist, dass du mehr Kalorien verbrauchst, als du über deine Nahrung zu dir nimmst. Selbstverständlich gibt es einige Workouts, die die Fettverbrennung wesentlich besser ankurbeln, als andere, aber das läuft längst nicht so zielgerichtet ab, wie die Werbung dich glauben lassen will.

Training mit Fettverbrennungspuls

Du hast bestimmt schon mal was vom sogenannten Fettverbrennungspuls gehört.
Bei diesem Pulsbereich von ca. 60% bis 70% der maximalen Herzfrequenz zieht dein Körper in erster Linie Fett als Energielieferanten heran. Wenn du also sehr moderat deine Ausdauer trainierst, sollte das Fett nur so schmelzen.

Was beim Fettverbrennungspuls allerdings verschwiegen wird, ist, dass dein Körper zwar Fett verbraucht, aber nur wenig, weil der gesamte Verbrauch an Kalorien im Vergleich zu intensivem Training sehr niedrig ist.
Noch gewichtiger ist, dass dein Körper immer bemüht ist, deine Reserven für schlechte Zeiten zu bewahren. Deine Fettzellen ist fest verschlossen und werden erst geöffnet, wenn keine freien Nährstoffe aus der Nahrung mehr verfügbar sind. Wenn du also etwas gegessen hast, wird das zuerst verbrannt, bevor es an die Reserven geht. Deshalb ist ein hoher Kalorienverbrauch und vor allem ein Kaloriendefizit (du isst weniger, als du verbrennst) so wichtig fürs Abnehmen.

Beispiel für ein „Fat Loss“ Workout

30 Minuten moderates Ausdauertraining verbrennt 150 Kalorien, davon 55% in Form von Fett. Das macht 82,5 Kalorien aus.
Wenn du allerdings 30 Minuten intensives Cardio betreibst, verbrennst du 300 Kalorien, davon 28% Fett. Das sind zwar auch nur 84 Kalorien aus Fett, aber du hast grundsätzlich die doppelte Menge an Kalorien verbraucht. Dein Kaloriendefizit ist am Ende des Tages größer, als mit der moderaten halben Stunde.

Was hier noch gar nicht berücksichtigt ist, ist der Nachbrenneffekt: Nach einem intensiven Training verbraucht dein Körper auch nach dem Sport noch mehr Kalorien und die kommen dann hauptsächlich von der Fettverbrennung. Den Nachbrenneffekt gibt‘s nur bei intensivem Ausdauertraining und Krafttraining.

Faustregeln für „Fat Loss“ Workouts

  • Mehrere große Muskelgruppen werden beansprucht.
  • Das Training ist körperlich anstrengend.
  • Dein Puls ist deutlich erhöht.
  • Auf einer Skala von 1 (gemütlich Fernsehen auf der Couch) bis 10 (Sprint) solltest du während des Workouts gefühlt auf eine 8 oder 9 kommen.

Sportanfängerinnen sollten intensive „Fat Loss“ Workouts bitte nur unter Anleitung einer Fitnesstrainerin durchführen.

Deine Ernährung sollte auch zum Ziel passen. Wenn du immer über den Hunger isst, wird es trotz Training nichts mit der Wunschfigur.

Weitere Infos zum Thema Ausdauertraining für die Fettverbrennung findest du auch in meinem Artikel „Warum Cardio nicht beim Abnehmen hilft“.

Anna
Anna

Anna Urbas ist Personal Trainerin und Trainerin für ganzheitliche Gesundheit. Sie verbindet in ihren Trainings Körper und Geist. Mit Meditation und Achtsamkeit, natürlicher Bewegung und intuitiver Ernährung hilft sie in ihrer Praxis Urvertrauen, Frauen dabei die beste Version ihrer selbst zu werden.

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