Der beste Personal Trainer: Was macht ihn aus?

So findest du den besten Personal Trainer

Du hast dich dazu entschlossen, mit einem Personal Trainer * zu arbeiten. Gut so!
(*Der Einfachheit halber verwende ich im Artikel die männliche Form.)
Trainingspläne aus dem Internet und Empfehlungen von Freunden bringen dich zwar auch etwas weiter, aber absolut nichts und niemand kann ein Personal Training ersetzen.
Ein Trainer geht ganz auf deine speziellen Bedürfnisse ein und weiß, wie du auf schnellstem Wege und am nachhaltigsten an dein persönliches Ziel gelangst.
Eine aufregende Zeit steht dir also bevor!

Ein Personal Trainer trägt dir gegenüber eine große Verantwortung. Als Trainer ist man verantwortlich für das körperliche Wohl seiner Klientin, aber auch für ihr generelles Wohlbefinden. Man ist Gesprächspartner, Drill Sergeant und manchmal ein bisschen Mama – man möchte schließlich für seine Klientin nur das allerbeste.

Für die Berufsbezeichnung gibt es leider keine genauen Vorgaben. Es ist im Prinzip keine Ausbildung notwendig – jeder könnte vorgeben, ein Personal Trainer zu sein. Nicht nur gerade deshalb ist es unglaublich wichtig, dass du dir genau ansiehst, wem du dein körperliches Wohl anvertraust.

Ich bin nun seit knapp fünf Jahren als ganzheitliche Trainerin und somit auch als Personal Trainer tätig. Bevor ich den Schritt gewagt habe, war ich Jahre im Vereinssport, habe da erste Coachingerfahrungen gesammelt. Bei der Auswahl meiner Ausbildungen bin ich schon immer sehr pingelig gewesen. Qualität ist mir wichtig. Nach einer soliden Grundausbildung habe ich mich mit Kursen auf bestimmte Themen spezialisiert – funktionelles Krafttraining, natürliche Bewegung im Freien, Mobility, wobei diese drei Bereiche ineinandergreifen. So sorgsam gehen aber längst nicht alle vor.

Oft kommen Frauen zu mir, die bereits zuvor von einem Personal Trainer gecoached wurden und damit nicht zufrieden waren. Eben weil es schwer ist, im Überangebot die richtige Person zu finden.
Du kommst also nicht drum rum, in die Rolle eines Personalchefs zu schlüpfen.

Sieh dir den Lebenslauf an

Die Ausbildungen, die der Personal Trainer gemacht hat, sollten Hand und Fuß haben. Fitnessausbildungen klingen oft bewusst nach wesentlich mehr, als sie sind. Schlag die absolvierten Ausbildungen online nach. Falls sich hinter einer englischen über-drüber Expertenbezeichnung lediglich ein zweitägiger Kurs oder ein Onlinekurs verbirgt, liegt die Schlussfolgerung recht nahe, dass die Ausbildung nicht so viel wert ist, wie sie dich glauben lassen möchte.

Sieh dir das Leistungsspektrum an

Qualität vor Quantität ist hier angesagt. Ist der Trainer angeblich Experte für viele voneinander getrennte Bereiche bzw. Sportarten, kannst du davon ausgehen, dass daran was faul ist. Niemand kann so vieles unter einen Hut bringen. Im Zweifelsfall frage nach, warum so viele verschiedene Bereiche angegeben sind.

Vereinbare ein Beratungsgespräch

Seriöse Personal Trainer bieten kostenfreie Beratungsgespräche zum Kennenlernen an. So kannst du abklopfen, ob dir dein Gegenüber sympathisch ist und ob du das Gefühl hast, dass er dir beim Erreichen deines Ziel helfen kann.

Ein umsorgender Trainer sollte offen sein für alle deine Fragen. Er sollte auf dich eingehen und deine Fragen beantworten, dir seine ehrliche Einschätzung zu deinen Zielen geben und deine gegebenenfalls überzogenen Wunschvorstellungen geraderücken.
Sagt er zu allem “Ja und Amen”, solltest du das unbedingt kritisch hinterfragen.

Frage nach den Konditionen

Kläre ganz grundlegende Fragen gleich zu Beginn, damit das aus dem Weg geräumt ist: Wo findet das Training statt, wie flexibel ist die Terminvereinbarung, wie kurzfristig lassen sich Termine verschieben?
Gerade die letzte Frage ist wichtig. Viele Trainer verlangen bei kurzfristigen Absagen nämlich trotzdem ein Honorar.

Weitere wichtige Fragen: Wie regelmäßig trainiert ihr zusammen? Bekommst du einen Plan für das Training in Eigenregie? Ist eine Anamnese bzw. eine Art “Einstufungstest” inkludiert? Was kostet die Einzelstunde, gibt es Pakete?

Die guten Personal Trainer planen langfristig. Sie wissen, dass ein Ziel nicht innerhalb einer einzigen Stunde oder mit sporadischen Trainings erreichbar ist. Das ist einer der Gründe, warum ich nur mit Klienten trainiere, die zumindest einen Zehnerblock haben. Schließlich ist es auch für mich absolut unbefriedigend, wenn nichts weitergeht und meine Expertise verpufft.

Qualität gibt es nicht zum Dumpingpreis. Vergleiche unbedingt die Preisspannen von Personal Trainern mit ähnlichen Qualifikationen in deiner Umgebung. Als Faustregel darf der Preis 10% unter oder über dem Durchschnitt liegen.
Bedenke auch bitte, dass eine Dienstleistung, die nichts oder wenig kostet auch nichts wert ist.
Werden Anamnese / Erstevaluierung in einer normalen Stunde abgehandelt und ist die Trainingsplanerstellung vielleicht auch noch gratis, kannst du davon ausgehen, wie eine Nummer behandelt zu werden.
Wenn sich dein Personal Trainer Zeit für dich nimmt, soll das auch was kosten. Einen individuellen Trainingsplan zu erstellen dauert seine Zeit und es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass das auch ein Honorar wert ist. Kostet alles nichts, oder verdächtig wenig, liegt der Gedanke nahe, dass sich der Trainer keine Mühe macht und einen 0815-Plan her nimmt.

Sympathie

Letztendlich entscheidet die Sympathie darüber, ob du von diesem oder einem anderen Personal Trainer gecoached werden möchtest. Es bringt nichts, wenn der Trainer die allerbesten Qualifikationen hat, er dir aber auf die Nerven geht.
Ihr werdet einige Stunden miteinander verbringen und muss die Chemie schon passen!

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche!

Anna
Anna

Anna Urbas ist Personal Trainerin und Trainerin für ganzheitliche Gesundheit. Sie verbindet in ihren Trainings Körper und Geist. Mit Meditation und Achtsamkeit, natürlicher Bewegung und intuitiver Ernährung hilft sie in ihrer Praxis Urvertrauen, Frauen dabei die beste Version ihrer selbst zu werden.

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