Darmsanierung – Tag 3 & 4

Tag 3

Am dritten Tag geht mir der Kaffee kaum noch ab. Der Speiseplan verspricht wieder einen Tag voller Vitamine:

Morgens: Chia-Samen-Pudding mit Früchten

Mittags: Fenchelsuppe mit Kartoffeln

Abends: Gemüsepfanne mit Kartoffeln, Champignons und Zucchini


 

Abwechslung muss sein – darum wird heute das Dinkelfrühstück gegen einen Chiasamen-Pudding getauscht. Somit bleibt mir die Zubereitung am Morgen erspart, da ich die Chiasamen für das Frühstück schon am Vorabend mit Sojamilch eingeweicht habe, damit ich am Morgen einen leckeren Pudding in perfekter Konsistenz genießen kann.

Hier geht’s zum Rezept.
Die verdauungsfördernde Wirkung haben Chia-Samen vor allem dem hohen Anteil an Ballaststoffen zu verdanken, die auch dabei helfen Giftstoffe und Säuren aus dem Körper auszuleiten.

Chia-Samen sind wahre Multitalente in Bezug auf die Wirkung auf den menschlichen Körper. Sie fördern nicht nur die Leistungsfähigkeit des Gehirns, sondern haben auch einen positiven Effekt auf die Verdauung und Entschlackung – also perfekte kleine Helfer beim Basenfasten!

Durch die hohe Konzentration an Kalzium sind die kleinen Kraftprotze in der Lage den Aufbau von Knochengewebe und den gesamten Bewegungsapparat zu unterstützen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf unser Herz-Kreislauf-System aus und sind zudem cholesterinsenkend.

Zu Mittag macht die Suppe vom Vortag satt und schmeckt auch ohne viel Salz richtig lecker. Heute ist zum ersten Mal nach dem Mittagessen kein Kopfweh mehr zu verzeichnen. Endlich habe ich den Entzug hinter mich gebracht! Ich bin ganz verwundert, dass ich Süßigkeiten überhaupt nicht vermisse. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der verminderte Salzkonsum auch das Verlangen nach Süßem drosselt. Oder aber an einer „Umerziehung“ des Körpers: Durch den vermehrten Konsum von komplexen Kohlehydraten, wie sie in vielen Gemüsesorten zu finden sind, ist der Blutzuckerspiegel stabiler und das Nachmittagsloch, das den Griff in die Naschlade auslöst, gehört der Vergangenheit an.

Am Abend muss es dann rasch gehen mit der Kocherei, weil wieder eine Yoga-Stunde ansteht. Also schnell Gemüse grob schnippeln und ab damit in die Pfanne. Ein kleiner Tipp: Schneide die Kartoffeln möglichst klein – dann sind auch die in der Pfanne ruck zuck fertig.

Da das Sättigungsgefühl auch noch nach dem Yoga anhält, nutze ich die lange Fastenzeit zwischen Abendessen und Frühstück, um den Entgiftungseffekt noch ein wenig mehr voranzutreiben.

Langsam gewöhnt sich der Köper an die neuen Ernährungsgewohnheiten – es wird täglich leichter!


Tag 4

Heute stehen folgende Gerichte auf dem Speiseplan:

Morgens: Chia-Samen-Pudding mit Früchten

Mittags: Wok-Gemüse mit Sojasauce

Abends: Cheat-Meal


 

Zum ersten Mal schmeckt mir heute der Basen-Kräutertee so richtig gut und ich fühle mich – trotz weniger Schlaf als sonst – absolut energiegeladen. Rückblickend betrachtet merke ich, dass es mir schon die ganze Woche leichter fällt, morgens aus dem Bett zu kommen. Aber auch der morgendliche Hunger wird täglich größer. Darum wird gleich nach dem Aufstehen das Frühstück verdrückt – also doch nichts mit langer Fastenspanne.

Trotz der zeitigeren Frühstücksroutine hält das morgendliche Mahl bis zu Mittag satt. Dann müssen noch schnell alle Zutaten fürs Mittagessen besorgt werden – was sich als gar nicht so einfach herausstellt. Die Suche nach der „richtigen“ Sojasauce erweist sich im Lebensmittelgeschäft als nicht ganz so easy – fast jede Sauce enthält entweder Hefe oder Weizen und das entspricht – trotz geringer Menge – nicht den Regeln des Basenfastens. Nachdem ich alle (!) Saucen auf ihre Inhaltsstoffe untersucht habe, muss ich leider feststellen, dass ein anderes Geschäft herhalten muss. Im Bio-Laden werde ich dann fündig. Kein leichtes Unterfangen! ?
Endlich zuhause angelangt, wird dann ein das Gemüse grob geschnitten und im Wok schonend in Erdnussöl angebraten. Letzteres sorgt für den richtigen „Asia-Geschmack“.

Weil heute der Geburtstag meiner Mutter ansteht, wird am Abend gesündigt – also werden ausnahmsweise alle Regeln für einen Abend über Bord geworfen. Klar, dass man sich da nicht so ganz am Riemen reißen kann – Torte, belegte Brote und das ein oder andere Gläschen Sekt – alles das, was man beim Basenfasten ja eigentlich nicht sollte… Aber am nächsten Tag wird wieder ordentlich weiterge“fastet“!

Leider schlägt sich das Sündigen sofort auf der Waage nieder und der bereits abgenommene Kilo ist zur Hälfte wieder drauf. Dann muss eben am nächsten Tag wieder ordentlich Gas gegeben werden!

Auch wenn sich Sünden wieder schnell bemerkbar machen – DRANBLEIBEN!

Kerstin
Kerstin

Kerstin ist passionierte Yogalehrerin und backt für ihr Leben gerne. Neben sündhaften Kuchen und fluffigen Muffins darf aber auch Bewegung nicht zu kurz kommen: Yoga, Tanzen, Schwimmen, Wandern – Sport muss vor allem Spaß machen!

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